FRAGEN an Mitgliedervertreter Erhard Höfler

"Die jungen Leute kennen die Problematik der heutigen Zeit und könnten neue Gedanken einbringen."

Herr Höfler, wie nutzen Sie das Ehrenamt als Vertreter bei der HARABAU?
Durch Gespräche mit meinen Nachbarn weiß ich, wo der Schuh drückt, und habe die Möglichkeit, diese Probleme auf der Vertreterversammlung anzusprechen. Alle allgemeinen Anliegen reiche ich vor der Vertreterversammlung schriftlich bei der Genossenschaft ein, sodass auf der Vertreterversammlung darüber diskutiert werden kann. Es gehen leider nicht alle Wünsche in Erfüllung, aber ich weiß, meine Anliegen werden ernst genommen. Wir hatten z.B. ständig Probleme mit den Gegensprechanlagen. Unser Wunsch war, endlich eine Neue zu erhalten. Auch wenn dies nicht sofort umgesetzt werden konnte, weil andere wichtigere Dinge anstanden, so wurde ich ausreichend darüber informiert und wusste, dass die Genossenschaft sich um unser Problem kümmern wird. So war es denn auch und der Austausch fand statt. Als Vertreter kann ich alle Probleme bei der Genossenschaft ansprechen und auch mal Dampf ablassen, denn wir Vertreter sind letztendlich das Bindeglied zwischen den Mitgliedern und der Genossenschaft.

Hatten Sie das Gefühl, für dieses Ehrenamt nicht genügend Hintergrundwissen mitzubringen?
Nein, aber so genau wusste ich es natürlich am Anfang nicht. Es war gut, dass nach der Vertreterwahl ein Informationsabend in der Genossenschaft stattfand. Wir neu gewählten Vertreter saßen mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zusammen und konnten unsere Fragen loswerden. Vorstand und Aufsichtsrat nahmen sich viel Zeit für uns, sodass keine Fragen unbeantwortet blieben. Sehr interessant fand ich den Austausch mit anderen Vertretern. Die Genossenschaft organisiert alle zwei Jahre ein Treffen, bei dem wir durch die Wohnanlagen fahren, Informationen erhalten und uns mit anderen Vertretern austauschen können. Eine feine Sache.

Wie lange dauert die Amtszeit?
Die Vertreter und Ersatzvertreter werden alle fünf Jahre gewählt.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der HARABAU?
Ich würde mich freuen, wenn etwas mehr jüngere Mitglieder sich für dieses Ehrenamt zur Verfügung stellen. Es ist heutzutage schwerer geworden, ein Ehrenamt auszuüben, da sich das
Berufsleben verändert hat. Früher gab es die vielen Teilzeitjobs nicht, die letztendlich dafür sorgen, dass teilweise sogar in den Supermärkten bis Mitternacht gearbeitet wird. Gemeinsame Freizeit in den Familien ist ein kostbares Gut. Dabei ist es, meiner Meinung nach, unheimlich wichtig, dass gerade in dieser Zeit junge Menschen so ein Ehrenamt übernehmen. Die jungen Leute kennen die Problematik der heutigen Zeit und könnten neue Gedanken einbringen, die hilfreich für die Gemeinschaft der HARABAU wären.

Herr Höfler, wir bedanken uns für das Interview. Wir hoffen, Sie auf der nächsten Vertretersammlung wieder als neu gewählten Vertreter begrüßen zu dürfen.