KLIMASCHUTZ IN KÜCHE UND HAUSHALT

Wer etwas zum Klimaschutz beitragen möchte, kann mit ein paar einfachen Dingen im Haushalt schon eine große Wirkung erzielen. Mit unseren Tipps zum Strom- und Energiesparen helfen Sie nicht nur der Umwelt, sondern sparen auch noch Geld!

Kochen & Backen
Verschließen Sie beim Kochen den Kochtopf mit einem Deckel. Ein offener Topf erhöht den Energieverbrauch.
Stellen Sie nur Kochtöpfe in der richtigen Größe auf die Herdplatten. Wenn der Topf über die Platte hinausragt, verlängert das die Kochzeit. Ist sein Durchmesser dagegen zu klein, geht Energie ungenutzt verloren.
Kochen Sie mit einer möglichst geringen Menge Wasser und schalten Sie die Kochplatte rechtzeitig aus, um die Nachhitze zu nutzen.
Wenn Sie Wasser für Tee oder ähnliche Getränke erhitzen, nutzen Sie lieber den Wasserkocher statt der Herdplatte. Füllen Sie in den Wasserkocher nur so viel, wie Sie auch wirklich benötigen. Mehr Wasser bedeutet mehr Stromverbrauch, zudem braucht der Wasserkocher dann länger.
Heizen Sie den Backofen nicht vor, sondern stellen Sie Pizza, Kuchen oder Braten schon beim Aufheizen hinein. Die Backzeit verlängert sich dadurch um wenige Minuten. Schalten Sie den Ofen zwei bis drei Minuten vor Backzeitende bereits aus und nutzen Sie die Restwärme.

Abwaschen
Schaffen Sie sich einen Geschirrspüler an. Ein richtig genutzter Geschirrspüler ist effizienter als das Spülen von Hand.
Ebenso wie die Waschmaschine sollten Sie auch den Geschirrspüler erst anschalten, wenn er richtig voll ist.
Lassen Sie den Geschirrspüler im Energiesparmodus laufen, ist der Verbrauch wesentlich geringer.

Kühlen
Der Kühlschrank gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt. Hier lassen sich Strom und Kosten sparen, wenn das Gerät an einem kühlen Ort und vor allem nicht direkt neben dem Herd aufgestellt wird.
Das Gerät braucht weniger Strom, wenn die Türen nicht länger als notwendig geöffnet werden.
Lassen Sie noch heiße Gerichte erst auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen.
Wenn sich im Tiefkühlfach Ihres Kühlschranks eine Eisschicht gebildet hat, sollten Sie ihn abtauen.
Wenn Sie mehrere Wochen nicht zuhause sind, sollten Sie den Kühlschrank ganz abschalten. Vergessen Sie nicht, die Tür offen stehen zu lassen, um Schimmelbildung
zu vermeiden.
Nehmen Sie Nahrungsmittel rechtzeitig aus dem Tiefkühlfach und lassen Sie sie langsam im Kühlschrank auftauen statt schnell in der Mikrowelle.

Wäsche waschen
Kleidung bei 90 Grad zu waschen ist heutzutage in der Regel unnötig. Meistens reichen sogar 40 Grad völlig aus. Weitere Energie sparen Sie ein, wenn Sie auf die Vorwäsche verzichten.
Sie sollten das volle Volumen der Waschmaschinentrommel nutzen. Weniger Wäsche in der Trommel bedeutet mehr Waschgänge und somit auch mehr Energieverbrauch.
Verzichten Sie auf einen Wäschetrockner. Das Gerät benötigt noch mehr Strom als die Waschmaschine. Trocknen Sie die Wäsche stattdessen lieber im Waschkeller oder an der frischen Luft.
Wussten Sie, dass Sie mit einfachen Mitteln ein günstiges und umweltfreundliches Waschmittel selbst herstellen können? Wie das geht, erfahren Sie am Mittwoch, 19. Februar 2020 im Nachbarschaftstreff Friedrichshainstraße beim Workshop „Waschmittel selber machen“. Mehr dazu finden Sie in der HARABAUaktuell auf Seite 11.

Beleuchtung und Elektrogeräte
Schalten Sie Fernseher, Computer oder Spielekonsole richtig aus, wenn Sie sie nicht mehr benutzen. Am einfachsten können Sie alle Geräte zusammen ausschalten, indem Sie Steckerleisten mit Schalter verwenden.
Tauschen Sie alle Glühbirnen in Ihrer Wohnung durch LED-Lampen oder Energiesparlampen aus. Schon durch diesen kleinen Schritt wird viel bewegt.
Oft brennt mehr Licht als notwendig. Schalten Sie einfach mal ab.

Heizen
Vermeiden Sie es, die Heizung auf vollen Touren laufen zu lassen. Schon mit einem Grad weniger Raumtemperatur verringern Sie Heizkosten und Energieverbrauch stark.
Stellen Sie keine Möbel vor die Heizkörper und verdecken Sie diese nicht mit Vorhängen. Diese Barrieren verhindern den Wärmefluss in den Raum und erhöhen so die Heizkosten.
Die Heizung sollte nachts zwar nicht ganz aufgedreht sein, aber auch nicht ausgeschaltet. Sie benötigt sonst am nächsten Tag viel Energie, um die Temperatur wiederherzustellen.
Bei den tiefen Außentemperaturen in der Nacht geht die meiste Wärme über die Fenster verloren. Wenn Sie Rollläden und Vorhänge schließen, können Sie diesen Wärmeverlust bereits um einige Prozent eindämmen.
Im Winter sollten Sie lieber nicht die Fenster kippen. Öffnen Sie die Fenster stattdessen wenige Minuten komplett. So vermeiden Sie, dass zu viel Wärme entweicht.