UNTERVERMIETUNG RICHTIG VORBEREITET

Untervermietung von Wohnraum ist zum Thema geworden. Seit einiger Zeit muss sich die HARABAU immer häufiger mit Fällen von unerlaubter Untervermietung beschäftigen und es treten vermehrt Anfragen auf. Portale wie AirBnB oder fewo-direkt sind immer mehr zu einem Problem geworden. Für den einen oder anderen mag es interessant klingen, die eigene Wohnung am Wochenende gegen Geld an Touristen zu vermieten. Aber Achtung: Das Gesetz steht hier ganz klar auf der Seite der Vermieter. Eine Beherbergung von Touristen stellt eine unzulässige Nutzung der Wohnung dar. Das Ziel der HARABAU ist es, unseren Mitgliedern ein stets angenehmes Wohnumfeld zu bieten. Eine Weitervermietung unserer Wohnungen zu teilweise überhöhten Preisen widerspricht unseren genossenschaftlichen Grundsätzen. Häufig sind es Nachbarn, denen etwas auffällt und die sich gestört fühlen, durch ständig wechselnde Untermieter. Für die Unterbringung von Gästen haben die Genossenschaften ihren Mitgliedern Gästewohnungen zur Verfügung gestellt, die ausschließlich von Genossenschaftsmitgliedern gebucht werden dürfen.
Im Laufe eines Nutzungsverhältnisses kann es schon vorkommen, dass man aus verschiedenen Gründen nicht mehr alleine leben möchte, sondern lieber in einer Wohngemeinschaft. Auch vorübergehende Auslandsaufenthalte bewegen Mieter dazu, ihre Wohnung auf Zeit unterzuvermieten. Einfach eine WG zu gründen oder die gesamte Wohnung einer anderen Person zu überlassen, ist ohne die Erlaubnis des Vermieters nicht zulässig. Bei der Aufnahme eines Untermieters/Mitbewohners sollte man wie folgt vorgehen: Hier muss zuerst die HARABAU schriftlich informiert werden. Ein kurzer formloser Brief oder eine E-Mail reichen völlig aus. Am besten nennt man den Grund der Untervermietung (§ 553 BGB, berechtigtes Interesse) sowie den Zeitraum und den Namen des Untermieters/Mitbewohners. Wenn alle Unterlagen bei uns eingereicht sind und es keinen wichtigen Grund gibt, der gegen die Untervermietung spricht, wird diese in der Regel auch genehmigt. Diese Genehmigung ist immer personenbezogen und darf somit nicht als generelle Genehmigung zur Untervermietung verstanden werden.