GRUNDSTEUER

ÄNDERUNGEN IN SICHT

Nach monatelangen Verhandlungen hat der Bundesrat im vergangenen Jahr einer Reform der Grundsteuer zugestimmt. Die Grundsteuer wird ab 2025 nach einem neuen System berechnet.

Um die Höhe zu ermitteln, sollen zukünftig neben dem Bodenwert auch Erträge, wie Einnahmen aus Miet- bzw. Nutzungsverträgen, berücksichtigt werden. Das Modell könnte insbesondere in Hamburg zu einer Kostenexplosion sowohl für Immobilieneigentümer als auch für Mieterinnen und Mieter führen.

Es scheint aber so gut wie entschieden, dass Hamburg eine im Gesetz beinhaltete Öffnungsklausel für die Bundesländer nutzt, um ein landesspezifisches Bewertungsverfahren für die Grundsteuer auf den Weg zu bringen. Das Ziel der Finanzbehörde, die für die Erhebung zuständig ist, ist eine einfache Umsetzung und eine Vermeidung von Mehrbelastungen für die Steuerzahlenden, um einer Gentrifizierung in bestimmten Stadtteilen entgegenzuwirken. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erklärt, dass die Grundsteuer bezahlbar bleiben müsse, und befürwortet das Bewertungsverfahren nach dem „Wohnlagemodell“:

Unabhängig von der Nutzung werden die Grundstücksfläche mit zwei Cent pro Quadratmeter und die Gebäudefläche mit 40 Cent pro Quadratmeter berechnet. Um Bodenspekulationen zu verhindern, soll für unbebaute Grundstücke ein höherer Hebesatz gelten. 

Wohngebäude erhalten generell einen Abschlag von 50 Prozent. Allerdings soll künftig auch die Lage berücksichtigt werden. Wie beim Mietenspiegel sind zwei Lagefaktoren vorgesehen. Die entsprechenden Hebesätze hierfür stehen bis dato noch nicht fest.
Was genau das schlussendlich für unsere HARABAU bedeuten wird, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehen. Aber sicher ist: Nach Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts muss das neue Grundsteuer-Modell ab dem 1. Januar 2025 umgesetzt werden.